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Gundi Köster, geboren 1957 in Höxter. Gundi Köster ist verheiratet und hat drei Kinder. Sie ist gelernte Werbeassistentin mit dem Schwerpunkt Grafik.
Wie kam es dazu, dass sie die Bücher „Wenn Lenja einen Wunsch frei hätte...“ und „Und nachts fliegt Jan einfach davon“ illustriert haben?
Es war schon immer mein Traum, einmal im Leben ein Kinderbuch illustrieren zu können. Wahr geworden ist dieser Traum bei dem Buch „Wenn Lenja einen Wunsch frei hätte... – von Leukämie und Luftballons“.Kurz dannach bin ich bereits mit den Illustrationen für das zweite Kinderbuch begonnen. Ich hätte nie gedacht, dass ich mich mit dem Thema Krebs und Kinder einmal so intensiv auseinandersetzen würde. Ich selbst habe drei gesunde Kinder und mochte gar nicht daran denken, wie es sein würde, wenn eines meiner Kinder erkrankt wäre.
Als ich mich für die Zeichungen beim Verlag beworben habe, wusste ich noch nicht wovon der Text des Buches handeln würde. Nach der ersten Auswahlrunde -mit beliebigen Zeichungen- habe ich dann einige Textauszüge zugeschickt bekommen. Ich begann sofort zu lesen und hatte gleich einen Kloss im Hals. Mit den Zeichnungen bin ich umgehend begonnen. Doch war ich unsicher, ob ich für einen Text mit einem solch schweren Thema überhaupt zeichnen kann. Ich habe es aber trotzdem probiert, da ich mich die Textauszüge sehr berührt haben und ich sofort Lenja und Isabell vor mir gesehen habe. Ich habe also angefangen zu malen, habe die Zeichnungen zum Verlag geschickt und einige Wochen später wurde ich zum Gespräch eingeladen. Dann konnte ich richtig loslegen...
Sind die ersten Probebilder auch wirklich im Buch abgedruckt worden?
Ja, eines der drei Probebilder ist sogar das Titelblatt geworden. Für das Buch waren aus Kostengründen erst nur 10 Bilder, die eventuell sogar schwarz-weiss abgedruckt werden sollten, geplant. Später war es uns dann doch möglich beinahe 50 farbige Bilder im Buch unterzubringen. Meiner Meinung nach eine wichtige Entscheidung, um auf diese Weise die Geschichte, die ohnehin sehr ergreifend ist, lebendig zu gestalten.
Wie malen sie? Wie stellen sie die Farben für die Bilder zusammen?
Ich male sehr intuitiv. Über die Wahl der Farben mache ich mich vorab keine Gedanken. Nur Schwarz setze ich nie ein. Schwarz mag ich nicht. Bei Lesen des Textes entstehen bei mir automatisch Bilder im Kopf. Conny, die die Texte schreibt, sagt immer, dass sie weiss, was die Personen im Buch denken, fühlen und wie sie handeln. Sie kennt ihre Ängste, Hoffnungen und Ziele. Ich weiss, wie diese Personen aussehen, wohin sie schauen und wie sie ihre Hände halten. Somit können wir uns gut ergänzen und kommen uns nicht in die Quere.
Ihnen ist also nicht vorgegeben wie sie eine Person oder eine Szene im Buch malen sollten?
Nein, ich entscheide alles selbst. Ich bekomme den Text und fange an zu malen, wenn ich fertig bin zeige ich Conny die Bilder. Bisher war es so, dass ihrer Meinung nach die Bilder immer gut passten. Ich musste also nichts korrigieren ausser, ich war selbst nicht zufrieden mit einer Zeichung. Es ist auch nicht so, dass ich immer genau “nachmale“, was der Text mir vorgibt. Ich sehe meine Zeichnungen als Ergänzung zum Text. Ich versuche sichtbar zu machen, was sich nicht in Worte fassen lässt.
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