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Und nachts fliegt Jan einfach davon...

Das Buch „Und nachts fliegt Jan einfach davon... von Freundschaft und Vergissmeinnicht“erzählt die Geschichte von Lenjas kleinem Bruder Jan. Jan ist gerade eingeschult worden, als bei seiner Schwester Leukämie diagnistiziert wird. Nicht nur Lenjas Leben verändert sich dadurch von heute auf morgen, auch in Jans Leben ist nichts mehr so, wie es einmal war. Mit seinen Fragen und Ängsten fühlt er sich oft allein gelassen. Er traut  sich nicht, seine Mutter zu beanspruchen aus Sorge, sie müsse dann die schwerkranke Schwester vernachlässigen. Doch glücklicherweise hat Jan Opa, der ihm Rede und Antwort steht. In Opa hat Jan einen echten Freund gefunden. Opa teilt mit ihm das Geheimnis des Oma-Sterns und noch manch anders Geheimnis.Als Jan Geburtstag hat, wartet eine Überraschung auf ihn, die er nicht erwartet hat...

 

Cornelia Römer/ Gundi Köster: „Und nachts fliegt Jan einfach davon... von Freundschaft und Vergissmeinnicht“,
ISBN 3-934802-19-2
Verlag: Huxaria, Höxter
 

...Lange schaute er in das Aquarium. Wenn er genau hinsah, dann konnte er sogar die Augen der Schildkröte erkennen. „Irgendwie, sieht sie traurig aus, so ganz alleine“, dachte Jan. Seine Nase war schon ganz plattgedrückt, weil er sie so doll an die Glasscheibe drückte. „Irgendwie sieht er traurig aus“, dachte wohl auch die Schildkröte, als sie ganz dicht an Jans plattgedrückte Nase heranschwamm und in seine grossen Augen blickte, „irgendwie ganz allein.“ Morla, Lenjas Schildkröte,  fühlte sich ohne Lenja bestimmt sehr alleine, so, wie er sich ohne Lenja auch ziemlich alleine fühlte...

Opa hatte einmal zu Jan gesagt, dass er mindsetens genauso viele Gründe hatte um traurig zu sein oder auch wütend, weil Lenja Leukämie hat, wie Lenja selbst. Sicher würde es stimmen, dass Jan Glück hatte, weil er gesund war, aber dennoch gäbe es auch für ihn viele Gründe zum Traurigsein oder Sich- nicht-wohl-fühlen. Das wären dann nicht die selben Gründe, aus denen Lenja manchmal im Krankenhaus weinte – wenn sie zum Beispiel Schmerzen hatte , sondern eben seine, Jans Gründe.
„Jemanden aus tiefstem Herzen zu vermissen, kann genauso wehtun, als wenn man verletzt ist und blutet...“

Jan hatte seine kleine Hand in Opas grosse Hand gelegt, und sie waren zusammen in den Stadtpark gegangen. „Kannst du mir versprechen, dass Lenja wieder gesund wird? Wann kommt sie endlich wieder nach hause? Und wenn sie dann wieder bei uns ist, wird dann alles so wie früher?
“....