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...Lange schaute er in das Aquarium. Wenn er genau hinsah, dann konnte er sogar die Augen der Schildkröte erkennen. „Irgendwie, sieht sie traurig aus, so ganz alleine“, dachte Jan. Seine Nase war schon ganz plattgedrückt, weil er sie so doll an die Glasscheibe drückte. „Irgendwie sieht er traurig aus“, dachte wohl auch die Schildkröte, als sie ganz dicht an Jans plattgedrückte Nase heranschwamm und in seine grossen Augen blickte, „irgendwie ganz allein.“ Morla, Lenjas Schildkröte, fühlte sich ohne Lenja bestimmt sehr alleine, so, wie er sich ohne Lenja auch ziemlich alleine fühlte...
Opa hatte einmal zu Jan gesagt, dass er mindsetens genauso viele Gründe hatte um traurig zu sein oder auch wütend, weil Lenja Leukämie hat, wie Lenja selbst. Sicher würde es stimmen, dass Jan Glück hatte, weil er gesund war, aber dennoch gäbe es auch für ihn viele Gründe zum Traurigsein oder Sich- nicht-wohl-fühlen. Das wären dann nicht die selben Gründe, aus denen Lenja manchmal im Krankenhaus weinte – wenn sie zum Beispiel Schmerzen hatte , sondern eben seine, Jans Gründe. „Jemanden aus tiefstem Herzen zu vermissen, kann genauso wehtun, als wenn man verletzt ist und blutet...“
Jan hatte seine kleine Hand in Opas grosse Hand gelegt, und sie waren zusammen in den Stadtpark gegangen. „Kannst du mir versprechen, dass Lenja wieder gesund wird? Wann kommt sie endlich wieder nach hause? Und wenn sie dann wieder bei uns ist, wird dann alles so wie früher?“....
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