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Eine Geschichte, die nicht ein Schriftsteller, sondern die das Leben schreibt. Die Diagnose Morbus Hodgkin ist niederschmetternd. Langwierige Chemotherapie und Bestrahlungen folgen. Cornelia Römer ist 21 Jahre alt, als sich alles in ihrem Leben von heute auf morgen verändert. Rückblickend sagt sie, dass ihr Leben spannender, abwechslungsreicher und vielseitiger geworden sei. Jetzt, wo sie wieder gesund ist fühle sie sich freier, unabhängiger und weniger gebunden als früher. Die Konfrontation mit dem Tod sei eine Bereicherung des Lebens, sagt sie. Aber auch: „Hätte ich die Wahl gehabt, so hätte ich mich für mein altes Leben entschieden, denn der der Preis für das neue Leben war hoch.“ Vielleicht zu hoch, wie sie meint. Die Sicherheit, das unbegrenzte Vertrauen ins Leben habe sie am Tag der Diagnose verloren. Vieles habe sich seither verändert. Sie fühle sich lebendiger als früher. Sei mutiger, risikobereiter und entscheidungsfreudiger geworden. Zugleich fühlt sie sich verletzbarer. Wer sie kennt sieht, dass sie vorsichtig geworden ist in ihrem Umgang mit sich und mit anderen. Sie ist verantwortungsbewusst – oder vielleicht auch einfach nur erwachsen geworden.
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